Hausgeld einziehen und überwachen
In diesem Artikel machst du aus dem Vorschuss monatliche Forderungen und behältst den Zahlungsstand je Eigentümer im Blick.
Aus dem beschlossenen Vorschuss wird jeden Monat eine Forderung je Einheit. Sie landet auf dem Personenkonto des Eigentümers, wird vom Zahlungseingang getilgt und wandert, wenn nichts kommt, ins Mahnwesen.
Wo die Forderungen stehen
Im Objektmenü unter Rechnungswesen steht Sollstellungen. Oben links wählst du den Monat, drei Reiter teilen den Bestand: Überfällig, Offen und Alle.
Je Zeile stehen Fälligkeit, Eigentümer mit Objekt und Einheit, die Art (Hausgeld), das Personenkonto, das Soll, das schon Bezahlte, der offene Rest und der Status.
Wie sie entstehen
Ein Nachtlauf legt für den laufenden und den kommenden Monat an, was fehlt. Über Erzeugen stößt du den Lauf selbst an, etwa nachdem ein Wirtschaftsplan im Februar beschlossen wurde und die Januar-Forderungen fehlen. Der Dialog zeigt vorher, wie viele neu wären.
Über + Sollstellung legst du eine einzelne Forderung an, etwa eine beschlossene Sonderumlage außerhalb des Wirtschaftsplans.
Wenn eine Einheit als gesperrt erscheint
Eine Forderung braucht einen Eigentümer, der am Fälligkeitstag schon Eigentümer war. Der Dialog zeigt eine Einheit deshalb als Gesperrt mit dem Grund Kein Eigentümer zum 01.01.2026, wenn das Eigentum erst später beginnt oder gar kein Eigentümer hinterlegt ist. Verwaltio legt dann für diese Einheit nichts an; eine Forderung ohne Person landet sonst auf keinem Personenkonto und wäre im Mahnwesen ein Posten gegen „Unbekannt".
Der häufigste Fall ist die Objektübernahme: der Eigentümer wurde ohne Datum angelegt, und ohne Datum gilt das Eigentum ab dem Tag der Anlage. Trage beim Eigentümer unter Beziehungen die Eintragung im Grundbuch oder die Kostenbeteiligung ab nach und starte Erzeugen erneut. Die Monate davor entstehen dann mit dem richtigen Debitor.
Der Einzug
Zwei Wege sind üblich. Überweisung: der Eigentümer zahlt, der Umsatz kommt über die Bankanbindung, und Verwaltio ordnet ihn der Forderung zu, sobald Name oder IBAN ihn belegen. Lastschrift: liegt ein SEPA-Mandat vor, zieht die Verwaltung zum vereinbarten Tag ein.
Teilzahlungen
Zahlt jemand knapp daneben, etwa 242,76 € statt 244,13 €, bleibt die Differenz als offener Posten stehen. Das sieht kleinlich aus, ist aber richtig: solche Cent-Beträge stammen fast immer aus einem Dauerauftrag, der nach einer Hausgeldänderung nicht angepasst wurde, und sie summieren sich über zwölf Monate.
Schick nach jeder Hausgeldänderung eine Mitteilung mit dem neuen Betrag und der Bitte, den Dauerauftrag anzupassen. Die Alternative sind zwölf Teilzahlungen und ein Gespräch im Herbst darüber, warum jemand plötzlich 16 € im Rückstand ist.
Wie es weitergeht
- Mahnwesen in der WEG nimmt sich, was offen bleibt.
- Umsätze zuordnen beschreibt den Zahlungseingang.
- SEPA-Lastschrift für den Einzug.
