Zählerarten, VE-Zähler, Eichfristen

In diesem Artikel erfährst du, wie Haupt- und Wohnungszähler zusammenhängen, was ein Verbrauchserfassungsgerät ist und warum Eichfristen überwacht werden müssen.


Zähler sind die Grundlage jeder verbrauchsabhängigen Abrechnung. Verwaltio unterscheidet dabei, wo ein Zähler sitzt und was er misst, und hält die Eichfristen nach, weil ein abgelaufener Zähler die Abrechnung angreifbar macht.

Die vier Kacheln oben

Im Zählermanagement des Objekts steht zuerst der Überblick:

  • Gesamt, die Zahl aller Zähler, aufgeschlüsselt nach Art.
  • Wohnungszähler, also die Zähler, die einer Einheit zugeordnet sind.
  • Ohne Ablesung, das sind die, für die noch kein Stand erfasst ist.
  • Eichung fällig, die Zähler, deren Eichfrist abgelaufen ist oder demnächst abläuft.
Das Zählermanagement mit den Kacheln Gesamt, Wohnungszähler, ohne Ablesung und Eichung fällig

Hauptzähler und Wohnungszähler

Hauptzähler messen, was das ganze Haus bezieht: der Stromzähler im Hausanschlussraum, der Gaszähler der Heizung, der Hauptwasserzähler. Sie hängen am Objekt und haben keine Einheit.

Wohnungszähler hängen an einer Einheit und messen deren Anteil. Beide Ebenen brauchst du: der Hauptzähler liefert die Gesamtmenge und die Kosten, die Wohnungszähler verteilen sie. Weichen Summe der Wohnungszähler und Hauptzähler voneinander ab, ist das der Schwund im Leitungsnetz, der in der Abrechnung mit umgelegt wird.

Verbrauchserfassungsgeräte

Heizkostenverteiler an den Heizkörpern messen keine Energiemenge, sondern eine Verhältniszahl. Sie sind VE-Zähler, also Geräte zur Verbrauchserfassung, und ihre Werte sind nur untereinander vergleichbar. Ihre Einheit ist kein Kilowattstunde-Wert, sondern eine dimensionslose Zahl, und genau deshalb dürfen sie nie mit den Kilowattstunden des Hauptzählers vermischt werden.

Was ein Zähler festhält

Ein Klick auf die Zeile klappt den Zähler auf. Oben stehen Zählertyp, Standort, Einheit und die Zähler-Nummer, darunter alle Ablesungen des Zählers, die neueste zuerst, mit Datum, Stand und dem Verbrauch seit der Ablesung davor. Diese Differenz ist der Wert, mit dem später gerechnet wird. Die Zahl neben der Überschrift nennt, wie viele Ablesungen es gibt; bei mehr als zehn holt Alle … Ablesungen anzeigen die älteren dazu, bis zurück zur ersten. Eine falsch erfasste Ablesung entfernst du über den Papierkorb in ihrer Zeile; Verwaltio fragt vorher nach, weil danach der Verbrauch der folgenden Ablesung gegen die davor gerechnet wird.

Ein aufgeklappter Zähler mit Stammdaten und seinen Ablesungen samt Verbrauch

Messeinheit: Liter statt Kubikmeter

Jeder Zähler zählt in seiner eigenen Messeinheit. Sie steht im Zählerformular direkt neben der Zählerart. Ohne Angabe gilt die übliche Einheit der Art: m³ bei Wasser und Gas, kWh bei Strom und Wärme. Wasserzähler kannst du auch in Liter führen, Strom in Wh oder MWh, Wärme in MWh oder GJ. Bei Sonstige ist die Einheit frei, etwa „Std.“ für Betriebsstunden oder „kg“. Ein Gaszähler bleibt bei m³: Er misst Volumen, die Kilowattstunden entstehen erst in der Abrechnung über Brennwert und Zustandszahl.

Abgelesen und gespeichert wird in der Einheit des Zählers, also so, wie die Zahl auf dem Zählwerk steht. Wo mehrere Zähler zusammenkommen (Umlageschlüssel nach Verbrauch, Betriebs- und Heizkostenabrechnung, Werte vom Messdienst), rechnet Verwaltio vorher in die gemeinsame Einheit um. Ein Liter-Zähler neben einem m³-Zähler im selben Haus wird deshalb richtig verteilt. Kilowattstunden und Kubikmeter zählt Verwaltio dagegen nie zusammen: Zähler mit einer anderen Einheit bleiben außen vor, und die Prüfung der Abrechnung nennt sie.

Änderst du die Messeinheit eines Zählers, der schon Ablesungen hat, fragt Verwaltio nach. Stände umrechnen behält die Menge und ändert die Zahl: Aus 12.345 l werden 12,345 m³. Nur Bezeichnung ändern lässt die Zahlen stehen. Das ist richtig, wenn die Stände schon in der neuen Einheit erfasst und nur falsch beschriftet waren.

Eichfristen

Zähler sind eichpflichtig, und die Fristen sind unterschiedlich lang: Kaltwasserzähler halten üblicherweise sechs Jahre, Warmwasser- und Wärmezähler fünf, Stromzähler länger. Ein Zähler mit abgelaufener Eichung liefert keinen Wert mehr, auf den sich eine Abrechnung stützen kann. Die Kachel Eichung fällig zeigt dir, wo Handlungsbedarf ist, und die Glocke erinnert dich vorher.

Erfasse die Ablesungen lieber einmal zu oft als einmal zu wenig. Zwischenstände kosten nichts, aber bei einem Mieterwechsel mitten im Jahr brauchst du genau den Stand vom Übergabetag, und den kann man später nicht rekonstruieren.

Wie es weitergeht