Bedingungen und Berechnungen
In diesem Artikel erfährst du, wie eine Vorlage mitdenkt: Absätze erscheinen nur bei Bedarf, Werte rechnen sich selbst, Wiederholgruppen summieren sich.
Eine gute Vorlage deckt nicht einen Fall ab, sondern alle. Statt drei Mietverträge für möblierte, unmöblierte und gewerbliche Wohnungen zu pflegen, baust du einen, der weiß, wann welcher Absatz gilt. Dafür gibt es Bedingungen, Berechnungen und Wiederholgruppen.
Bedingungen: wann etwas erscheint
Jeder Baustein im Blatt kann an eine Bedingung gehängt werden. Du wählst ihn aus und öffnest rechts den Abschnitt Bedingung. Dort legst du fest, von welchem Feld es abhängt und was gelten muss.
Möglich sind unter anderem: das Feld ist ein bestimmter Wert, es ist nicht dieser Wert, es ist ausgefüllt, es ist leer, es ist größer als eine Zahl oder höchstens eine Zahl.
Unter der Auswahl steht die Regel als ganzer Satz, zum Beispiel: „Dieser Baustein steht nur, wenn Haustiere „ja" ist." Wenn dieser Satz stimmt, stimmt auch die Bedingung.
Bedingungen für einzelne Felder
Dasselbe geht im Formular: ein Feld kann sich abhängig von einem anderen zeigen oder verstecken. Wer bei „Haustiere" nein antwortet, bekommt die Frage nach der Art des Tieres gar nicht erst gestellt. Das hält die Fragenliste kurz.
Bedingungen mitten im Satz
Manchmal hängt nicht ein ganzer Absatz an einer Bedingung, sondern ein halber Satz. Dafür markierst du die Stelle im Text und hängst die Bedingung nur an sie. Der Rest des Satzes bleibt stehen.
Leere Werte weglassen
Zwei Schalter helfen gegen Lücken im Text: Weglassen, wenn leer entfernt den Baustein, wenn sein Platzhalter keinen Wert hat. Weglassen, wenn gefüllt macht das Gegenteil und ist der Weg für einen Ersatzabsatz, der nur bei fehlender Angabe erscheint.
Berechnungen
Ein Feld der Art Zahl · Berechnung wird nicht gefragt, sondern gerechnet. Du baust die Rechnung aus Schritten: Der Start ist ein Feld oder eine Zahl, jeder weitere Schritt bringt einen Rechenweg dazu. Gerechnet wird von links nach rechts, ohne Punkt vor Strich. Für die Jahresmiete nimmst du also das Feld Gesamtmiete und multiplizierst mit 12.
Darunter wählst du die Ausgabe (Betrag, Zahl oder Prozent) und die Nachkommastellen. Eine Zeile zeigt dir sofort, wie das Ergebnis aussehen wird.
Rechnen kannst du auch mitten im Text, ohne eigenes Feld: {{ kaltmiete * 12 | currency }} ergibt die Jahresmiete in deutscher Schreibweise. Der Teil hinter dem senkrechten Strich bestimmt die Darstellung, etwa als Betrag, als Prozentwert oder als ausgeschriebenes Datum.
Für die Kästchen eines amtlichen Vordrucks zerlegst du ein Datum in seine Teile: {{ einzugsdatum | tag }}, {{ einzugsdatum | monat }} und {{ einzugsdatum | jahr }} ergeben „01“, „10“ und „2026“. So fragt das Formular das Datum nur einmal ab. Die Wohnungsgeberbestätigung füllt damit ihre Kästchen Tag, Monat und Jahr.
Wiederholgruppen und ihre Summen
Eine Wiederholgruppe steht für beliebig viele Zeilen: Handwerkerrechnungen, Schlüssel, Positionen. Im Blatt zeigst du sie als Tabelle, die beim Erzeugen so lang wird, wie es Zeilen gibt.
Zusätzlich stellt jede Gruppe Angaben über sich selbst bereit, mit denen du rechnen und Bedingungen bauen kannst:
- die Anzahl der Zeilen,
- ob überhaupt eine Zeile da ist,
- ob es mehrere sind, für die richtige Ein- oder Mehrzahl im Satz,
- die Summe einer Spalte, etwa aller Beträge,
- eine Aufzählung der Werte einer Spalte in einem Satz.
Damit schreibst du Sätze wie „Für die Modernisierung sind Kosten von 24.500,00 EUR aus 3 Rechnungen angefallen." und lässt den ganzen Absatz weg, wenn keine Rechnung erfasst wurde.
Die Summe einer leeren Gruppe ist 0,00 EUR und nicht leer. Wenn ein Satz nur bei vorhandenen Zeilen erscheinen soll, häng ihn an „überhaupt vorhanden" und nicht an die Summe.
