Sonderregelungen im Überblick

In diesem Artikel bekommst du den Überblick über die zehn Sonderregelungen eines Abrechnungslaufs und wann welche greift.


Die Sonderregelungen sind der Abschnitt, in dem eine Abrechnung vom Standardfall abweicht. Jede ist ein Schalter mit einer Erklärung darunter, und keine ist voreingestellt: was gilt, entscheidest du für jedes Objekt und jedes Jahr neu.

Wo sie stehen

Im Lauf führt die Abschnittsleiste zu Sonderregelungen. Jede Regel steht als Zeile mit Namen, kurzer Erklärung und einem Häkchen; ist sie an, klappt darunter ihre Maske auf.

Der Abschnitt Sonderregelungen mit den Schaltern und ihren Erklärungen

Die Beträge bleiben unter Kosten & Belege. Hier wird nur bestimmt, wie verteilt wird. Änderungen speichern sich automatisch und wirken sofort auf Verteilung, Prüfung und die Abrechnungs-PDFs.

Was es gibt

  • HeizKV § 9: Heizung und Warmwasser nach Grund- und Verbrauchskosten aufteilen.
  • Warmwasseranteil nach § 9 HeizkostenV für eine verbundene Anlage, bei der Heizung und Warmwasser aus demselben Kessel kommen.
  • Brennstoffbestand: bei Öl oder Pellets nicht den Einkauf abrechnen, sondern den Verbrauch aus Anfangs- und Endbestand.
  • CO₂-Aufteilung nach dem Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz, seit 2023 Pflicht.
  • Vorwegabzug bei Mischnutzung: gewerbliche Mehrkosten vor der Verteilung auf die Wohnmieter abziehen.
  • Umsatzsteuer-Option nach § 9 UStG für Gewerbemieter mit Vorsteuerabzug.
  • Vorauszahlungen nach Soll abrechnen statt nach dem, was wirklich gezahlt wurde.
  • Umlageausschluss: einzelne Verträge zahlen bestimmte Konten nicht, der Anteil bleibt beim Vermieter.
  • Kürzungsrecht § 12 HeizkV: ohne Verbrauchserfassung 15 Prozent Kürzung.
  • Umlageausfallwagnis § 25a NMV für den preisgebundenen Wohnraum.

Die Reihenfolge, in der sie wirken

Zuerst greift der Vorwegabzug und nimmt den gewerblichen Anteil heraus. Dann teilt die CO₂-Aufteilung den Heizkostenanteil zwischen Vermieter und Mieter. Erst danach verteilt HeizKV § 9 den Mieteranteil auf Grund- und Verbrauchskosten. Das Kürzungsrecht wirkt ganz am Ende auf den Mieteranteil.

Deshalb ändert sich die Verteilung spürbar, wenn du eine Regel nachträglich einschaltest: sie greift eine Stufe vor der nächsten.

Was im Vorjahr galt, gilt meistens auch dieses Jahr. Die Übernahme aus dem Vorjahr erspart dir zehn Entscheidungen; prüfe danach nur noch, was sich am Objekt geändert hat.

Wie es weitergeht